Merkwürdiges Gefühl

Ein merkwürdiges Gefühl, wenn das vor fünf Jahren nie enden wollende Studium sich einem Ende neigt. Ein merkwürdiges Gefühl routinemäßig Arbeiten zu schreiben und genau zu wissen, wo man was findet. Ein merkwürdiges Gefühl festzustellen, dass alles leicht von der Hand zu gehen scheint. Texte vorbereiten, in Seminaren mitreden. Etwas, was ich vor fünf Jahren nur bewundert habe, total überfordert mit dem, was ich tat. Ein merkwürdiges Gefühl den letzten Stundenplan zu entwerfen, nachdem ich doch gestern erst den ersten gemacht habe. Merkwürdig routinemäßig die letzten Arbeiten zu schreiben. Ich realisiere das Ende langsam aber sicher, und frage mich, wo die Jahre hin sind. Sie waren lang, ewig lang, als ich anfing. Sie waren anstrengend und kaum zu bewältigen mitten drin und nun sind sie weg. Einfach verschwunden. Und ich bereite den Abschied vor. Freudig, dass ich vorangekommen bin, erwachsener geworden bin, Regeln bald nicht mehr gelten, dass etwas Neues kommen wird. Aber irgendwie auch traurig. Weil trotz alledem ist die Uni ein wundervoller Ort. Und Student-Sein ein wunderbarer Zeitvertreib. Beängstigend finde ich wohl, die Endgültigkeit, der schon wieder aufrückende Abschied.

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