Unser Leben steckt im PC. Unsere Vergangenheit sind Daten.

Der Gedanke kam mir kürzlich schon, als ein Teil meiner Daten unwiderruflich verloren ging und ich bebend Ordner durchforstete, ob das, was wirklich zählt, noch da ist. Die Konservierung des Vergangenem, meiner jüngeren Ichs. Seitdem mache ich sehr regelmäßig Sicherheitskopien auf meine Externe Platte.

Jetzt ist der Rechner meiner Schwester von einem Virus zerfressen und alles, alles ist weg. Unwiderruflich. Ein absoluter Alptraum. Und weil man gegen so etwas nicht gefeit ist, drucke ich jetzt. Ich drucke das, was mir wichtig ist, das was ich auf jedem Fall behalten möchte. Und es ist so viel. Ich schreibe seit ich 13 bin Texte und der Umfang dessen, was sich da angesammelt hat, fällt mir erst jetzt auf, wo ich alles drucke, dessen Verlust ich nicht riskieren möchte. Aber ich werde eine Auswahl treffen müssen, sonst reichen die Ordner nicht, und ich bezahle mich mit Patronen und Ordner dumm.

Aber das führt mir vor Augen, wie viel Leben in dem Rechner steckt, wie viel Wert er hat. Die Festplatten haben längst aufgehört, nur Arbeitsgegenstand zu sein. Sie sind Tresore des Wichtigsten, das wir besitzen. Sie sind Spiegel von unserem Leben und es braucht ein kleines Unglück und alles ist weg. Verschwunden, endgültig. Meine Jugendtage sind nur einige GB auf einem elektronischen Gerät – Bilder, Texte, Filme, Musik, nur eine verletzliche Beschriftung einer sterblichen Festplatte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s