Fotos

Manchmal machen mir Fotos Angst. Weil das ein Moment ist, der war. Der wirklich war. Ein Lächeln, das wirklich da war, ein Augenblick, ein Wimpernschlag. Aber dann ist dieser Moment vergangen und das einzige was bleibt ist das Foto und die Erinnerung. Und während Menschen sich verändern oder für immer gehen, gibt es die Erinnerung an diesen Moment, dieses Lachen, für immer festgehalten in einem Foto, das noch immer das Selbe ist, wie zu dem Moment, als alle noch da war, alles noch so natürlich, die Welt noch vollkommen.

In der Hinsicht sind Fotos widernatürlich, weil sie nicht sterben lassen. Weder Freundschaften, noch Menschen. Sie halten längst vergangenes fest. Sie sind Mumien eines vergangenen Moments. Und man sitzt davor und wünscht sich, dass diese Mumie zum Leben erwacht und man nochmal Kind sein könnte oder nochmals die Hand dieses Menschen halten, noch einmal den Geruch riechen, noch einmal streiten. Aber Mumien erwachen nicht und Fotos bleiben nur Trugbilder der Unvergänglichkeit.

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