Selbstversuch I

Ich habe einen „Computerfreien Tag“ eingeführt. Die Idee dahinter war einfach. An normalen Tagen hänge ich den ganzen Tag vor dem Computer. Ich checke meine Mails (viel zu viel), ich organisiere meine Projekte, ich schreibe meine Hausarbeit, ich höre Musik, ich google das grade mal… Letzendlich lasse ich mich im Normalfall den ganzen Tag von meinem Rechner bespaßen. Das Problem ist, dass ich grade mal bei youtube das eine Video suche und dann feststelle , dass ich seit einer Stunde Pippi Langstrumpf gucke, oder grade mal schauen ob sich auf dem Blog was getan hat und dann lese ich Beiträge, die ich schon sehr oft gelesen habe, hauptsächlich weil es nichts mit Uni zu tun hat. Der Computer steht im Verdacht sehr viel Zeit zu beanspruchen und ich dachte, mal schauen, was ich so mache, wenn ich keinen Computer nutze.

Ergebnis: Ich lese mehr. Ich räume auf oder tippe auf meiner Schreibmaschine, bis ich einen Krampf in der Hand habe.

Grundsätzlich finde ich die Idee des Computerfreien Tag sehr gut. Vorallem weil ich feststelle, wie schwer mir das fällt. Jeden Samstag aufs Neue beginne ich mit mir zu diskutieren, ob ich ihn nicht doch anmachen könnte für das ein oder andere, dauert ja nicht lang, nur kurz… Aber ich stelle fest, es wird von Woche zu Woche einfacher. Ich stelle auch fest, dass ich unter der Woche viel weniger Zeit mit dem Rechner vertrödle. Ich lese mehr, oder höre Musik über den MP3 Player höre, statt über den Rechner und komme in vielerlei Hinsicht nicht in Versuchung.

Als würde ich Samstags neue Verhaltensweisen lernen, die ich auf die restliche Woche dann ausweiten kann.

Scheint also eine lohnenswerte Sache zu sein. So computerfreie Samstage.

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3 Gedanken zu “Selbstversuch I

  1. Ein comupterfreier Tag ist ein großartiger Gedanke. Wenn da nicht das Problem wäre, dass ich bereits am Vormittag die ersten Entzugserscheinungen spüren würde. Wenigstens mein Handy habe ich immer bei mir, um meine Mails zu checken.

  2. Ich kenne das Problem zu gut. Das finde ich erschreckend, wie sehr man ständig das Gefühl hat, auf dem Stand der Dinge sein zu müssen. Aber früher wurden Briefe geschrieben, die waren tagelang unterwegs und es brauchte wieder tage und Wochen, bis sie wieder beantwortet wurden. Man braucht nicht immer erreichbar zu sein. Man muss nicht auf alle sms gleich antworten. Es ist alles so hektisch und artet in Suchtverhalten aus.
    Ich finde das bedenklich, wenn ich auch sichtlich nicht dagegen gefeit bin.

    1. Stimmt. Es ist erschreckend und bedenklich. Insbesondere, wenn man wie ich, nicht nur abends und am Wochenende vor dem Rechner sitze, sondern bereits den ganzen Tag im Büro davor verbringe. Aber nur so kann ich vielleicht irgendwann meinen Traum von der Schriftstellerei verwirklichen.

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