Wie einen sehr teuren Mantel…

Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich es doch lieber. Das kam mir vor einigen Wochen, als ich feststellte, wie sehr ich mich um mein Leben beneiden würde, wenn es nicht meines wäre. (Sowas registriert man ja nicht alle Tage, weil man das, was man hat und kann als selbstverständlich hinnimmt.) Das liegt nicht unbedingt daran, dass mein Leben völlig sorgenfrei ist. Aber ich weiß wo der Schmerz liegt und der Verlust. Ich war dort. Ich habe auch diese Orte ins Herz geschlossen. Ich weiß wo Freude und Geborgenheit liegt. Und weil es meine Orte sind und ich seit über zwanzig Jahre dort verkehre, gehören sie zu mir.

Und das Restleben, die Hobbys, das Essen, meine Zukunft. Das Leben das ich führe, ist wie ein teurer Mantel, den ich trage. Er passt zu dem von Gott Gegebenen. Er kaschiert meinen Hintern und betont meine Brüse. Ich habe ihn ausgesucht, weil er mir gefällt, weil er mir und zu mir passt. Ich habe selbstständig Anstecker angesteckt und beschlossen ihn mit Kapuze zu tragen.

Er wird nicht jedem gefallen. Ich könnte andere Mäntel tragen. Aber wenn ich alles richtig mache, werden andere passen, aber ich werde mich in keinem so wohl fühlen. Weil ich mich für Mantel und Anstecker entschieden habe.

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