Opferbereitschaft.

Jeder sollte das Recht haben, das zu machen, was ihm Freude macht. Das Selbstbild ist ein ganz anderes, wenn man gut in etwas ist. Ich weiß das, weil ich sehr viel gemacht habe, in dem ich schlecht war. Wenn ich Dinge mache, in denen ich gut bin, ist mein Spiegelbild schöner, begabter, charmanter, klüger. Die Welt ist ein freundlicher Ort, meine Zukunft vielversprechend. Ich möchte mein Leben auf das ausrichten, was ich gut mache. Ich möchte die meiste Zeit meines Lebens schön, charmant und klug sein. Aber ich gehöre wohl in die Gruppe jener Menschen, die sich zur Kunst hingezogen fühlen. Ich schreibe Texte und drehe Filme. Damit möchte ich gerne mein Geld verdienen und abgesehen, dass das sehr utopische Träume sind, stellt sich mir die Frage, wie viel ich bereit bin dafür zu opfern. Ich bin genug Künstlern begegnet, um zu wissen, dass es kein einfaches Leben ist. Es macht Familiengründungen schwierig, kann Ehen ruinieren, bedeutet Schlüsselkinder. Und es stellt sich die Frage, wie viel ist es mir wert? Wie viele Opfer wie viele Zukunftsvorstellungen möchte ich auf dem Altar der Huldigung verbrennen?

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