Liebesgeständnis

– Text entstand während Hospitanz im Theater –

Ich liebe den Geruch, die Requisiten, dass man sich kostümiert und auf der Bühne in einer anderen Welt lustwandelt.

Die wichtige Frage des Tages: In welche Richtung dreht die Bühne? Wann?

Auch das liebe ich.

Jeden Tag Wiedersehen mit Schauspielern, die bereit sind, kindlich über die Bühne zu hüpfen und Figuren, die atmen und leben, ohne je existiert zu haben. Jeder hat seine Aufgabe, die er macht, für ein Projekt. Eine Illusion.

Es werden keine Leben gerettet, keine Entdeckungen gemacht. Die Menschen hier sind klug, man unterhält sich über Literatur Mensch, Gefühl. Aber ich weiß nicht, ob man abseits dieser Bretter, die die Welt bedeuten, existieren könnte.

Im ersten Rang bewundere ich das Treiben unter mir. Sehe keine Menschen, nur Menschen,. die Figuren sind, Augen die traurig und glücklich blicken werden, Herzen, die gebrochen werden. Momente, die ich wieder und wieder in den Proben erlebe, Figuren, die ich kennen und lieben lernte.

Die Luft ist geschwängert von Holz und Schminke, Farbe und dem Staub der Requisiten. Wir schmecken Wörter und Sprache. Mein Herz schlägt schneller bei gut gesetzten Pausen, kleinen Gesten, großen Gefühlen. Gäbe man mit ein Zelt und sagte, ich solle hier, zwischen den Zuschauerreihen wohnen, auf der Bühne die Welt betrachten – ich würde mich nicht beklagen.

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Ein Gedanke zu “Liebesgeständnis

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